Liebe lauf- und lesefreudigen Menschenmassen!

Ja, nach all den Monaten hat es mich dann auch „endlich“ mal erreicht – das vielgepriesterte Runner’s Low. Mühsam öffnen sich an angepeilten Trainingstagen die Augenlider und Beine, fern – ach, so fern – wirken Waldwege und Fitnessstudios, leer – ach, so leer – der Tank, wenn man zu erwähnten Destinationen hinsteuern möchte. Schweine – ach, so Schweine – ist der Hund, den es in sich zu überwinden gilt. Aber nach einigen etwas ruhigeren Wochen gehts nun langsam aber sicher wieder viel aktiver auf die Couch.. äh.. auf die Laufwege… das Ziel vor Augen :)

Ein erholter Meik grüßt euch

Ja, liebe Blog lesende Gemeinde!

Auch an meinem Geburtstag lasse ich mir das posten natürlich nicht nehmen. Ein Jahr älter zu werden führt ja oftmals zu immer größeren Malässen, manchmal physischer, manchmal körperlicher Natur. Bestes Beispiel ist der obig im Titel erwähnte Titan (Symbol: Ti), dessen Leit(wolf)fähigkeit ja auch mit zunehmendem Alter abnimmt. Meine läuferischen Schwächelungen haben jedoch andere Wurzeln: Der Flug! Der Pollen! Also zur Zeit ist outdoor-Training für mich ähnlich effektiv wie das Schieben oder Ziehen eines Tenders (** hier die Elvis-Pointe bitte selbst einfügen **) – letztlich führt beides jedoch zur gleichen Geräuschkulisse. Ich rassele und huste und imitiere echte Asthmakranke auf diesem Wege nahezu perfekt. Ich selbst zähle mich nicht dazu, weil die ganzen letzten Jahre hatte ich ja auch nix *g*

Kurzum: Meine Ausläufigkeit ist in dieser flugsaatreichen Zeit doch noch ein wenig einzuschränken, aber ich bleibe zumindest noch den Fitnessgeräten und dem Laufband treu – ich will ja schließlich in 10 Jahren nicht in peinlich-unkonditioneller Weise durch meinen Strafraum fliegen.

Meik bleibt dran

Ich habs geschafft. Ohne wenn und aber. Ohne schummeln. Ohne Ausrede. Ohne Einrede. Ohne Pipi machen zwischendurch. 10 Kilometer am Stück (in Zahlen: 10). Ein Viertel hab ich im Sack. Kein Problem mehr. Und es läuft sich wirklich ordentlich.

Zudem hab ich mich mal wieder feedbacken lassen – meine Ausdauerwerte gehen in der Tat in die Höhe. Von meinem Ausdauer-Test-Wert von 31 (massiv schwach) bin ich mittlerweile zu einer 41 angestiegen (das ist im Grunde ein „mittel“) und die Tendenz geht natürlich weiter nach oben. Muskelmasse hab ich auch nochmal ein Kilo locker draufgelegt, nur Fettmasse ging aus mir bis heute immer noch unerklärlichen Gründen ebenfalls um 1 Kilo hoch. Dabei waren diese ganzen Mitarbeiter vom McDonalds Haan-Ost vor wenigen Tagen doch mir noch kronloyal ihrer Diskretion bzgl. meines Essverhaltens wegen (Kinder, Kinder, et is schon wieder zu spät für deutsche Sätze).

In einer Woche gibts dann auch wieder neue Photos, denn jetzt gehts langsam in den Outdoorbereich. Meine Laufpartner während langsam aber sicher konsolidiert und dann wird aber gemeinschaftlich draußen geackert.  Demnächst also wieder Pixel für Pixel schwitzende Leiber.. toll.

Da isser nun also endlich, der Ankünder für meinen Lauf. Wie man sieht, ‘n gutes halbes Jahr habe ich noch, um mich ordentlich zu fitten. Demotivation erleide man als Läufer sofort, wenn man sich mal die Anmeldegebühren anschaut, aber die trägt ja glücklicherweise mein Kulturmagazin*zitter*. Unglaublich, wenn man das Plakat noch was länger studiert – sogar Jedermann darf mitlaufen, als obs nix besonderes wäre. Ich freu mich zumindest schon massiv auf meinen Wäschesack und das Original-Lauf-Tishört und dergleichen. Man wird aber auch mit Werbemitteln angefixt noch und nöcher.

Tach liebe lesende Laufbevölkerung!

Aus den Iden des März nun wieder ein neuer Blogeintrag, der letzte ist ja fast schon abgelaufen… muha.. kleiner Laufkalauer. Aber im Ernst (und wenn ich sowas sage, meine ich das auch): Einzelne Zweifler haben sich bereits an mich herangetraut, die fragten, warum es hier in den letzten Wochen so wenig blogt. Ob ich schon aufgegeben hätte? Ob ich der Faulheit und der nochmal schnell eingekehrten Kälte anheim gefallen wäre, wie wir Altdeutschen das ausdrücken?

Die Antwort ist ein klares Jein! Faulheit gabs in den letzten Wochen eigentlich nur im Blog – den was soll ich euch denn hier vermelden, wenn es momentan nur darum geht, meine Ausdauer Schritt für Schritt zu steigern, dass es mir manchmal selbst zu langsam voran geht. Ausdauersport hat eben nicht jeden Tag und jede Woche was Spektakuläres zu liefern. Das ist manchmal wochenlange Einöde, mit sich selbst versunken sein, das eigene Leben sich vors Auge führen, nachdenken, besinnen, meditieren…

äh…

Mist, jetzt hab ich wirklich aber mal Ernst gemacht. Sowas liest doch kein Mensch mit Freude. Also schnell noch ein Abschlusskalauer um den Eintrag in guter Erinnerung zu halten: Ein Läufer und ein Känguru(h) kommen zum Arzt. Fragt der Doktor das Känguru(h): „Sagen Sie mal, Sie Känguru, warum bringen Sie denn so einen Läufer mit in meine Praxis?“ Sagt das Känguru(h): „Ach, ihr Laminat im Wartezimmer sieht immer so kahl aus, da dachte ich, ich leg mal was Schickes drüber!“

Gackernd wie am Bratwurmeck verbleibt

MarathonMeik

Sie brauchen gar nicht zu glauben, nur weil ich hier nicht jeden Tag einen Eintrag in den Blog hineinsetze, würde ich auch beim Trainieren eher die Zügel schleifen lassen. Sie brauchen es wirklich nicht zu glauben. Wirklich nicht. Ehrlich. Brauchen Sie nicht.

Im Ernst: Regelmäßiges, zeitintensives Training ist schon ein hartes Stück Brot und Arbeit, was jeder Ausdauerläufer wie Aldikassierer problemlos nachvollziehen kann. Mein regelmäßiges Kraftprogramm zzgl. mindestens 5 km bis hinauf zu 10 km Laufen oder schnelles Walking setze ich dennoch zweimal die Woche durch. Außerdem sind diese Fitnessdrinks ja so lecker und das bergische Land zum Durchfahren sooo schön und schleim usw.

Ein kleines Bröckchen warte ich aber auch auf den Frühling, um meine strammen Waden endlich auch durch die Autoabgase und zwitschernde Rohrdommeln bewegen zu können, wenn ich mich draußen wage zu bewegen. Werde ich den Kulturschock überleben, nicht mehr auf MTV und 9live starren zu können? Ich sollte am Besten einige der Sendeformate mal aufzeichnen und auf den MP3-Player laden – einfach nur die Macht der Gewohnheit :-)

Ich kann mich drehen und wenden wie ich will, ich kanns nicht abstreiten: Ich mache Fortschritte!

Seit den Schuhen aus Profimaterial und der Uhr aus Polar läuft es sich mittlerweile quasi von selbst – oder besser gesagt: es geht! Meinereiner ist nämlich von Natur aus derart groß, das bei mir ein schnelles Gehen längst noch ausreicht, wo andere bereits läufig werden. Mir die Blöße gebend, ne ganze Stunde einfach nur wie so ein putziger Walker über Laufband zu hecheln, komme ich aber auch innerlich weiter voran. Nach nem kompletten Kraftprogramm sind mittlerweile 8km bergauf Normalmaß geworden für mich. Und selbst mein Herz schlägt da vor Freude mit, wenn auch nicht zu schnell.

Ansonsten fühle ich mich in meinem Fitnessstudio immer besser aufgehoben. Das Personal wird von Tag zu Tag freundlicher, sämtliche Fitnessgeräte zutraulicher, sämtliche Trinkwaren isotonischer und in der Duschkabine bekomme ich selbst bei Minustemperaturen das Wasser warm. Nur über die Fernsehbestrahlung (ich berichtete) muss ich mich mal wieder kritisch äußern. So ich mich auch an diese hüpfenden Viva-Mäuschen gewöhnt habe (oder immer ganz spannend am Sonntag mittag: Irgendsone „wie mach ich Mädels für den Laufsteg mit“-Show mit Tyra Banks), ist es doch etwas gewöhnungsbedürftig, den Veterinären bei Kalbungshilfen usw. zuzuschauen, während man gerade darum bemüht ist, den Kreislauf zu stabilisieren. Aber auch da ist – wie in so vielen anderen Bereichen des Projektes – noch gut Spiel nach oben.

…ist ja fast schon sprichwörtlich und legendär. Wie viele holde Maiden und alte Tattern kennen sie nicht auch, die von dem schwärmen, was ein Männerfuß so zu bieten hat? Egal ob optisch oder olfaktorisch, jeder Männerfuß (und meist sind es ja sogar derer zwei am gesunden Alltags-Adonis) hat so seine Reize. Nun.. haben Sie nachgedacht, wie viele Schwärmerinnen Sie kennen.. na… naaa… sehen Sie, ich auch keine.

Um meine unendlich sinnlichen Beinabschluss-Stumpen also jetzt adäquat vor kreischenden Laufgroupies zu verbergen, hab ich mich also in einer Filiale des Geschäftes „Runner’s point“ eingefunden, um endlich mal einem Läufer würdiges Fußwerk abzustauben. „Runner’s point“ ist englisch und heißt auf deutsch soviel wie „Laufpunkt“. Was das sein soll? Naja, im Grunde so eine Art flüchtiger Standpunkt (ogottogott…), den mein Verkäufer auch sogleich nach Analyse meiner Laufbewegung computerunterstützt einnahm. Als Ergebnis kam letztlich heraus, dass ich ein sogenannter Hartz-IV-Läufer bin, da mein Fuß an allen Ecken und Enden Stütze braucht (ogottogottogott…). Diese mir zu geben schafft das Projekt am unteren Bildschirmrand: Ein Produkt aus dem Hause Asics (schreibt man das so?), dass mit knapp unter 100 Euro ein echtes Schnäppchen war… oder besser gesagt.. ein echtes Schläppchen (ogottogottogottogott…)

***** RAUSCH ****

Aufgrund der hohen Kalauerdichte unterbricht die Sendeleitung den heutigen Blogeintrag und wartet darauf, dass sich Herr Puppe wieder beruhigt hat. Erfreuen Sie sich derweil noch an dem Bildchen. In Zukunft wieder etwas niveauvollere Unterhaltung in Ihrem Lieblingsblog wünscht Ihnen

Ihre Sendeleitung

***** RAUSCH *****training5.jpg

Manch einer von Ihnen mag vielleicht denken: Oha, so einen Blog zu schreiben über ein riesiges Laufprojekt, ist sicherlich eine hammerspannende und diskusaufregende Sache…. der Illusion unterlag ich eigentlich auch bis vor kurzem. Aber was sehen meine klaren Pupillen beim Blick auf mein Handgelenk, während ich hier so tippe: Eine Herzfrequenz von gerade einmal 64 Umdrehungen pro Minute…. das ich beim Tippe nicht einschlafe, scheint ein schieres Wunder zu sein.

Aufmerksame Blog-Leser wissen natürlich längst, was die Stunde auf der schicken Digitaluhr geschlagen hat. Jawoll, endlich hab ich sie am Leib, meine Polaruhr und kann mich laufend laufend checken, ob ich mich körperlich denn auch ja nicht überfordere. Und das ist auch dringend nötig, denn nach der kompletten Kraftrunde nebst 5 km Cross-Trainer am Stück gestern hätte man mich auch direkt wieder locker mit einem Schwamm aufnehmen können. Ich hoffe, das kleine Instrument wird mich in Zukunft zu bremsen, aber auch zu fordern wissen mit seinen zig Modüssen. Sogar eine Nachtbeleuchtung hat es, falls ich mal irgendwo im finstren Tann’ den dringenden Drang verspüren sollte, nächtigerweise läufig zu werden.

Ach ja… außerdem hatte ich bei der gestrigen Körperfettmessung endlich meine Quittung für die Faulenzerei und Völlerei an den Weihnachtstagen bekommen.. statt nem Körperfettanteil von 19,6% sind es jetzt… hüstel… 17,2%. Ja, ich weiß ja, irgendwie unlogisch, aber sagen sie das nicht mir. Sagen sie das meinem massiv durchtrainierten Körper, der in Zukunft sich wohl auch wieder Herrentorten bei Burger King u.ä. reinpfeiffen kann, ohne sich gleich selbst strafen zu müssen. Irgendwie bekomme ich dann doch mein Fett weg.

Der nächste Blog-Eintrag dann über meine nagelnigelkennedyneuen Schuhe, die mir sogar vom Injoy bezahlt werden, so zumindest O-Ton „Die Bianca“ beim Zitat von „Der Jörg“. Man wird sehen, welche Fehlstellungen da wieder bemerkt werden *seufz*

Naja.. von Gehen sollte da ja im Idealfall nicht die Rede sein, ich versuch mich ja schon laufend fortzubewegen, ohne gleich zu Pflanzen, damit selbige nicht noch um meine Füße ranken bei zu langsamer Bewegung. *absurderEinstieg*

Kurzum: Ich bin jetzt auch im Heimatsektor trainierend, da das Remscheider Injoy mir erstmals heute Asyl gewährte. Ach, wie hart doch Lektionen im heimischen Terrain sein können. Total überfordert hab ich mich, wollte direkt in die Vollen, den Mond besteigen, um seinen Käse zu hobeln und wohlwollend unter und über der jubelnde Menge verteilen. Dementsprechend war das heutige Trainigsabenteuer auch sehr schnell zu Ende – Mensch muss es halt ruhiger angehen lassen.

Ansonsten bin ich aber auch mit meinem Zweitlaufsitz sehr zufrieden, die von Intervallduschen bis Waldblick eigentlich alles bieten können, was mir lieb, aber zum Glück nicht teuer ist. So lässt sich selbst der mildeste Winter indoor überstehen.

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