Heute – der erste richtige Trainingstag. Ich tippe hier diesen Blogeintrag schon längst nicht mehr selbst, sondern besitze wie jeder halbwegs erfolgreiche oder unerfolgreiche Kabarettist einen kleinen Stamm an 1-Euro-Kräfte, die einem die wichtigsten Tätigkeiten (Essensaufnahme, Pinkeln, Verträge unterschreiben) abnehmen. Ich höchstselbst liege längst schon im Bett und lasse mich von zwei weiteren Mitgliedern meiner Crew einbalsamieren, denn vom Gefühl her wäre die Mumifizierung längst der nächste richtige Schritt.

Wenns nicht diese leckeren isotonischen Getränke in allen möglichen Geschmacksrichtungen von mexikanischer Guave bis spanischer Fliege über den Fitnesstresen huschen würde, wäre ich auch schon längst vom Trainingsgelände weg gelaufen. Aber das bringt ja auch nix, weil soviele Schritte man auch macht, man kommt ja einfach nicht von der Stelle. Und von wegen alte Physik-Kenntnisse und „bei höheren Geschwindigkeiten vergeht die Zeit schneller“. 20 Minuten Ausdauertraining habbich auffem Laufband abgewickelt (Den Rosinenausscheidern sei gesagt: Ja, das Band war auch die ganze Zeit über an.), aber diese 20 Minuten waren gefühlt solang wie die 60 Minuten, die man vorher für die Anreise durch diverse NRW-Stadtkerne zum Herbstferienbeginn genießen durfte und selbstredend auch nicht mit Kurzfühligkeit prahlten.

Natürlich haben meine Muskeln auch schon gut gekatert, so dass meine heutigen Trainingsergebnisse leicht hinter den Ergebnissen des ersten Mittwochs zurückblieben… ist aber auch kein Wunder, damals hatte man ja noch einen teilweise jungfräulichen Körper, der gar nicht wusste, was im geschehen würde und deshalb willig alles mitmachte… naja, diese Willigkeit wird sich wohl in den nächsten Wochen noch öfters schmerzhaft melden :)