So, jetzt bin ich zwei Übungseinheiten später (Sonntag und oschuurdwiii, for our frensh blogreaders)

Im Laufe der Zeit gewöhnt man sich ja an vielste Dinge: Azorische Temperaturen, Leonard-Cohen-Balladen oder dem permantem Missbrauch vom Dativ. Dies gilt sogar für die Vorhölle, die ich regelmäßig sportlich erleben darf.

Das Schlimmste ist: Man wird mit manchem Gerät sogar heimisch. Zärtlich streichelt man beim Einstellen die einem längst schon vertrauten Gewichte, schnell kennt man fast jeden Spintschlüssel mit Namen (oder zumindest mit Zahl). Und wenn man nicht gerade wieder isotonische Waldmeistergetränke in sich einlaufen lässt oder schweißnass zur beschleunigten Abkühlung in den eigenen Kaffee hineintropft, handelt man mit der Servicekraft („Der David“ ) um dynamische Mikrophone oder Mischpulte und darf dann zuschauen, wieder er erwähnte zwischen zwei Aufschäumphasen einen flotten Twist aufs Pakett legt.

Ach ja, zur körperlichen Demütigung bin ich ja auch da. Nun, was soll ich sagen, ein wenig fitter bin ich schon geworden, merk ich zumindest im Alltag. Wenn ich mich draußen bewege, beispielsweise an einer steil ansteigenden Straße, merke ich, wie es mir mittlerweile viel weniger Müße macht, beim Anfahren die Handbremse zu lösen. Nein, im Ernst, die Trainingsergebnisse zeigen schon die ersten Auswirkungen, insgesamt gehts mir physisch besser als nach einer Woche des Aufwandes gedacht. Nur das Trainieren zu für einen im künstlerisch Tätigen morgengrausamen Zeiten (also bisweilen schon so ab 12.00 Uhr) lassen den niedrigen Blutdrücker in mir manchmal ganz schön leiden, so dass das Zirkeltraining gerne mal nach einem Halbkreis endet. Aber ich hab ja noch viel Zeit – in ein paar Monaten kann ich sicherlich problemlos mit meiner Systole Nüsse knacken.