Januar 2007


Ich kann mich drehen und wenden wie ich will, ich kanns nicht abstreiten: Ich mache Fortschritte!

Seit den Schuhen aus Profimaterial und der Uhr aus Polar läuft es sich mittlerweile quasi von selbst – oder besser gesagt: es geht! Meinereiner ist nämlich von Natur aus derart groß, das bei mir ein schnelles Gehen längst noch ausreicht, wo andere bereits läufig werden. Mir die Blöße gebend, ne ganze Stunde einfach nur wie so ein putziger Walker über Laufband zu hecheln, komme ich aber auch innerlich weiter voran. Nach nem kompletten Kraftprogramm sind mittlerweile 8km bergauf Normalmaß geworden für mich. Und selbst mein Herz schlägt da vor Freude mit, wenn auch nicht zu schnell.

Ansonsten fühle ich mich in meinem Fitnessstudio immer besser aufgehoben. Das Personal wird von Tag zu Tag freundlicher, sämtliche Fitnessgeräte zutraulicher, sämtliche Trinkwaren isotonischer und in der Duschkabine bekomme ich selbst bei Minustemperaturen das Wasser warm. Nur über die Fernsehbestrahlung (ich berichtete) muss ich mich mal wieder kritisch äußern. So ich mich auch an diese hüpfenden Viva-Mäuschen gewöhnt habe (oder immer ganz spannend am Sonntag mittag: Irgendsone „wie mach ich Mädels für den Laufsteg mit“-Show mit Tyra Banks), ist es doch etwas gewöhnungsbedürftig, den Veterinären bei Kalbungshilfen usw. zuzuschauen, während man gerade darum bemüht ist, den Kreislauf zu stabilisieren. Aber auch da ist – wie in so vielen anderen Bereichen des Projektes – noch gut Spiel nach oben.

…ist ja fast schon sprichwörtlich und legendär. Wie viele holde Maiden und alte Tattern kennen sie nicht auch, die von dem schwärmen, was ein Männerfuß so zu bieten hat? Egal ob optisch oder olfaktorisch, jeder Männerfuß (und meist sind es ja sogar derer zwei am gesunden Alltags-Adonis) hat so seine Reize. Nun.. haben Sie nachgedacht, wie viele Schwärmerinnen Sie kennen.. na… naaa… sehen Sie, ich auch keine.

Um meine unendlich sinnlichen Beinabschluss-Stumpen also jetzt adäquat vor kreischenden Laufgroupies zu verbergen, hab ich mich also in einer Filiale des Geschäftes „Runner’s point“ eingefunden, um endlich mal einem Läufer würdiges Fußwerk abzustauben. „Runner’s point“ ist englisch und heißt auf deutsch soviel wie „Laufpunkt“. Was das sein soll? Naja, im Grunde so eine Art flüchtiger Standpunkt (ogottogott…), den mein Verkäufer auch sogleich nach Analyse meiner Laufbewegung computerunterstützt einnahm. Als Ergebnis kam letztlich heraus, dass ich ein sogenannter Hartz-IV-Läufer bin, da mein Fuß an allen Ecken und Enden Stütze braucht (ogottogottogott…). Diese mir zu geben schafft das Projekt am unteren Bildschirmrand: Ein Produkt aus dem Hause Asics (schreibt man das so?), dass mit knapp unter 100 Euro ein echtes Schnäppchen war… oder besser gesagt.. ein echtes Schläppchen (ogottogottogottogott…)

***** RAUSCH ****

Aufgrund der hohen Kalauerdichte unterbricht die Sendeleitung den heutigen Blogeintrag und wartet darauf, dass sich Herr Puppe wieder beruhigt hat. Erfreuen Sie sich derweil noch an dem Bildchen. In Zukunft wieder etwas niveauvollere Unterhaltung in Ihrem Lieblingsblog wünscht Ihnen

Ihre Sendeleitung

***** RAUSCH *****training5.jpg

Manch einer von Ihnen mag vielleicht denken: Oha, so einen Blog zu schreiben über ein riesiges Laufprojekt, ist sicherlich eine hammerspannende und diskusaufregende Sache…. der Illusion unterlag ich eigentlich auch bis vor kurzem. Aber was sehen meine klaren Pupillen beim Blick auf mein Handgelenk, während ich hier so tippe: Eine Herzfrequenz von gerade einmal 64 Umdrehungen pro Minute…. das ich beim Tippe nicht einschlafe, scheint ein schieres Wunder zu sein.

Aufmerksame Blog-Leser wissen natürlich längst, was die Stunde auf der schicken Digitaluhr geschlagen hat. Jawoll, endlich hab ich sie am Leib, meine Polaruhr und kann mich laufend laufend checken, ob ich mich körperlich denn auch ja nicht überfordere. Und das ist auch dringend nötig, denn nach der kompletten Kraftrunde nebst 5 km Cross-Trainer am Stück gestern hätte man mich auch direkt wieder locker mit einem Schwamm aufnehmen können. Ich hoffe, das kleine Instrument wird mich in Zukunft zu bremsen, aber auch zu fordern wissen mit seinen zig Modüssen. Sogar eine Nachtbeleuchtung hat es, falls ich mal irgendwo im finstren Tann’ den dringenden Drang verspüren sollte, nächtigerweise läufig zu werden.

Ach ja… außerdem hatte ich bei der gestrigen Körperfettmessung endlich meine Quittung für die Faulenzerei und Völlerei an den Weihnachtstagen bekommen.. statt nem Körperfettanteil von 19,6% sind es jetzt… hüstel… 17,2%. Ja, ich weiß ja, irgendwie unlogisch, aber sagen sie das nicht mir. Sagen sie das meinem massiv durchtrainierten Körper, der in Zukunft sich wohl auch wieder Herrentorten bei Burger King u.ä. reinpfeiffen kann, ohne sich gleich selbst strafen zu müssen. Irgendwie bekomme ich dann doch mein Fett weg.

Der nächste Blog-Eintrag dann über meine nagelnigelkennedyneuen Schuhe, die mir sogar vom Injoy bezahlt werden, so zumindest O-Ton „Die Bianca“ beim Zitat von „Der Jörg“. Man wird sehen, welche Fehlstellungen da wieder bemerkt werden *seufz*

Naja.. von Gehen sollte da ja im Idealfall nicht die Rede sein, ich versuch mich ja schon laufend fortzubewegen, ohne gleich zu Pflanzen, damit selbige nicht noch um meine Füße ranken bei zu langsamer Bewegung. *absurderEinstieg*

Kurzum: Ich bin jetzt auch im Heimatsektor trainierend, da das Remscheider Injoy mir erstmals heute Asyl gewährte. Ach, wie hart doch Lektionen im heimischen Terrain sein können. Total überfordert hab ich mich, wollte direkt in die Vollen, den Mond besteigen, um seinen Käse zu hobeln und wohlwollend unter und über der jubelnde Menge verteilen. Dementsprechend war das heutige Trainigsabenteuer auch sehr schnell zu Ende – Mensch muss es halt ruhiger angehen lassen.

Ansonsten bin ich aber auch mit meinem Zweitlaufsitz sehr zufrieden, die von Intervallduschen bis Waldblick eigentlich alles bieten können, was mir lieb, aber zum Glück nicht teuer ist. So lässt sich selbst der mildeste Winter indoor überstehen.